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Gold in Disentis und die Surselva


Das Gebiet um Disentis, die Surselva, ist reich an Mineralien und Erzen.

Ein Goldvorkommen von Disentis ist seit 1672 bekannt, fand aber lange Zeit keine Beachtung.

Die Surselva (rätoromanisch für ob dem Wald) ist die Talschaft des oberen Vorderrheins im schweizerischen Kanton Graubünden.

Sie erstreckt sich vom Oberalppaß im Westen bis vor das Bergsturzgebiet von Flims im Osten.

Ihre Hauptorte sind Ilanz und Disentis / Mustér. Der obere Teil der Surselva (um Disentis) heißt Cadì, der untere (um Ilanz) Foppa (dt. Gruob).

Der 2001 neugebildete Bezirk Surselva umfaßt neben dem Haupttal die vier rechten Seitentäler Val Medel, Val Sumvitg, Val Lumnezia und Safiental.

Disentis (rät. Mustér; seit 1963 ist Disentis / Mustér die offizielle Bezeichnung) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Surselva des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Der Wintersport- und Kurort befindet sich im oberen Teil der Surselva, am Zusammenfluß des Medelser Rheins (rät. Rein miez) mit dem Vorderrhein (rät. Rein anteriur, Rein gron).

Testbohrungen von 1982

1982 schlug der Schweizer Geologe David Knopf der kanadischen Bergbaufirma Narex International Inc. vor, Testbohrungen vorzunehmen, da ihn die Felsbeschaffenheit an den reichen Golddistrikt von Hemlo in Kanada erinnerte.

Durch die Testbohrungen konnte eine goldführende Zone von 30 Km2 entlang dem Vorderrhein festgesellt werden. Die Goldgehalte betrugen zwischen 0,7 bis 3 g/t. Es wurde aber kein kommerzieller Abbau gestartet.

Die Aktivitäten der Bergbaufirma zogen jedoch zahlreiche Hobby-Goldwäscher an. Seitdem wurden einige außergewöhnliche, für Schweizer Verhältnisse extrem große Goldnuggets gefunden.

Das größte Goldnugget der Schweiz

Das größte Schweizer Goldnugget wurde 1997 von Peter Bölsterli bei Disentis entdeckt. Dieses wiegt stattliche 123 Gramm.

Zuvor war ein 48.77 Gramm schweres Goldnugget das größte (August Brändle, 1996) sowie ein 20-Gramm-Goldnugget.

Gold-Nuggets zwischen 1 und 10 Gramm sind gleich mehrere gefunden worden.

Das Berggold von Disentis kommt entweder als nur mikroskopisch sichtbare Goldvererzungen im Schiefer oder als Freigoldvorkommen in Quarzadern - ganz selten kristallisiert - vor.

Im Herbst 2000 wurde ein bisher einzigartiges Goldvorkommen entdeckt

Im Herbst 2000 wurde im Somvixer Tal durch den Goldwäscher René Reichmuth ein Berggoldvorkommen entdeckt, das bisher als einzigartig in der Schweiz gilt.

Der Goldfund umfaßt ca. 15 Stufen verschiedener Größe aus einer Quarzader, die insgesamt 1,0 bis 1,4 Kg Gold enthalten.

10. Mai 2008 - Goldrausch in Graubünden - Firma Minalp SA will kommerziell Gold gewinnen

In der oberen Surselva will die Firma Minalp SA aus Genf kommerzielle Goldgewinnung betreiben. Eine Tonne des Materials aus dem Val Sumvitg bringt zirka 4 bis 6 Gramm Gold. Dies ergaben von der Firma Minalp SA in Auftrag gegebene Gesteinsproben, welche von Geologen untersucht wurden.

Die Gemeinde Sumvitg muß für die Goldgewinnung ein neues Explorationsgesetz erlassen. Für die Probebohrungen hatte die Gemeinde Sumvitg 2006 eine Bewilligung gegeben.Im Hinblick auf das positive Resultat möchte die Firma Minalp SA nun die Goldvorkommen kommerziell schürfen.

Der Gemeindepräsident von Sumvitg, Walter Deplazes, äußerte gegenüber der Südostschweiz, daß die Preise für solches Berggold, wie es hier zu finden ist, anhaltend hoch sind. Der Abbau lohnt sich daher schon bei wenigen Gramm pro Tonne, sofern die Vorraussetzungen genügend großer Reserven gegeben seien.

Die Firma Minalp benötigt allerdings nach der Bewilligung noch Kapital von Investoren.

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August 18. 2017 10:56:12
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