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Gold in der Westschweiz

Über die Westschweiz erstreckt sich - vergleichbar wie die Ostschweiz - ein flächenmäßig zusammenhängendes, alluviales Goldvorkommen.

Auch hier rührt das Gold aus Gletscherablagerungen der Eiszeiten her. In der Westschweiz ist der Rhonegletscher dafür verantwortlich. Dieser transportierte das  Gold aus den primären Goldvorkommen (Berggold) im Kanton Wallis nach Genf und Freiburg im Üchtland.

Berggold kommt neben den bekannten Goldminen von Salanfe und Gondo in kleineren Vererzungen bei Verbier, Nendaz, Iserables, Naters, im Val d'Anniviers und im Binntal vor. In den 80er- und 90er-Jahren haben Geologen wie Nicolas Meißer aus Losanen (Lausanne), Stephan Ansermez aus La Tour de Peilz und G. Della Valle aus Genf diese Fundstellen entdeckt und beschrieben.

Die Flußgoldvorkommen um die Stadt Genf sind in der Schweiz neben dem Napfgebiet die bekanntesten Goldvorkommen.

Die Goldvorkommen wurden historisch gesehen im Jahre 1397 zum ersten mal erwähnt, und zwar, als ein Goldsucher bei der Stadt Genf um eine Konzession nachfrug. Im 15. und 16. Jahrhundert  wurden zahlreiche Konzessionen zur Goldsuche erteilt.

In den Dreißigerjahren wurde durch J.J. Pittard das Gold des Genferlands wissenschaftlich untersucht.

Die bekanntesten Fundstellen heute:

Allondon

Ein natürlicher Flußlauf. Im Sommer überfüllt mit Erholungssuchenden aus dem nahen Genf.

Arve

Das Gold ist nicht so einfach zu finden wie im Allondon, vermutlich aufgrund des feinen Sandanteils und dem normalerweise auch hohen Wasserstand.

Versoix

Ein Fluß ähnlich dem Allondon, doch kleiner und wilder. Manchmal anstoßendes Felsbett im Fluß (Sandstein).

Pittard gibt an, daß die Goldflitter von Genf zwischen 2 und 3 Mm. groß sind. Der Goldgehalt der Genfer Flüsse variert zwischen 0.1 bis 0.4 g/m3.

Westschweiz

Als Romandie bzw. Suisse romande, auch Welschland, Welschschweiz oder Westschweiz genannt, bezeichnet man die Gebiete der Schweiz mit einer französischsprachigen Bevölkerung.

Die Romandie besteht aus den Kantonen Genf, Waadt, Neuenburg und Jura mit einer offiziell französischsprachigen Bevölkerung sowie den frankophonen Teilen der zweisprachigen Kantone Wallis, Freiburg und Bern.

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August 18. 2017 10:56:12
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